Saskia PFAELTZER


Saskia Pfaeltzer: "Ich will das Leben verzieren."
Sie ist eine Künstlerin von Format - und eine Künstlerin der vielfältigen Formen und Formate. Von meterhohen monumentalen Skulpturen bis zu kleinen, nur handgroßen Plastiken reicht die Skala ihres bildhauerischen Schaffens. Nicht nur in den heimischen Niederlanden genießt Saskia Pfaeltzer seit langem eine beachtliche Reputation und künstlerischen wie auch kommerziellen Erfolg. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Palette ihrer Schöpfungen längst nicht nur für gutsituierte Sammler, sondern auch für kleinere Budgets attraktiv ist. Das passt ganz zu ihrer vitalen, offenen Philosophie: "Ich will das Leben verzieren."

Die Referenzen der Amsterdamer Künstlerin können sich sehen lassen: Nicht von ungefähr stehen, sitzen oder liegen Skulpturen von ihr in den Hauptquartieren von weltbekannten Unternehmen wie ABM AMRO, Rabobank, ING Bank oder Unilever. Das sind nur einige der Firmen, in deren Kollektionen Werke von Saskia Pfaeltzer prominent vertreten sind. Und natürlich begegnen dem Besucher ihre Arbeiten auch in diversen Museen sowie in Nobelherbergen wie dem Hyatt Hotel im sibirischen Wladiwostock. Die Galerie Heidefeld & Partner freut sich, als erste Galerie in Deutschland Saskia Pfaeltzer vor allem mit ihrem bildhauerischen Werk vertreten zu können.

Das Durchschnitts-Leben durchbrechen

Die Amsterdamerin wird schon mal als Chamäleon beschrieben, das sich mühelos an die Zeit und an Orte anpassen kann, vor allem aber an die eigenen Ambitionen. Ihr Credo: "Ich muss mich immer wieder selbst von Neuem überraschen, das ist meine Lösung, um die Lust daran zu bewahren, was ich tue." So gelingen ihr seit langem unterschiedlichste Werke, die das Publikum, eben, überraschen. Der rote Faden ihres vielseitigen Œuvres, übrigens nicht nur in der Skulptur, ist die figurative Kunst: Inspiration findet Saskia Pfaeltzer in der genauen Beobachtung von Menschen, von Tieren und von Gegenständen unserer Alltagswelt. Die Arbeiten besitzen einen realistischen Zug, sind aber keinesfalls exakt nach dem Erscheinungsbild der Wirklichkeit modelliert. Wir begegnen einer facettenreichen Welt der Fantasie und des Fantastischen, in der auch visuelle Bezüge zu uralten, archaischen Kulturen sichtbar werden. Nicht zuletzt spielen hier gerade sehr kleine Plastiken von Pferden - und speziell von tanzenden Figuren - eine Rolle. Denn beinahe wäre aus Saskia Pfaeltzer keine bildende Künstlerin, sondern eine darstellende geworden - beim Ballett. Sie selbst nennt diesen roten Faden auch gern:
"Lebendigkeit". Man könnte auch sagen "Lebensfreude". Der Hauptakzent im Schaffen von Saskia Pfaeltzer liegt auf Bildhauerei und Malerei. Mit einem expliziten Ziel: das Durchschnitts-Leben zu durchbrechen. "Ich will mit meinen Werken das Leben schöner machen, eigenwilliger, weniger vorhersehbar. Ich verziere das Leben."

Stationen einer schöpferischen Biografie

Saskia Pfaeltzer (Jahrgang 1955) studierte von 1973 bis 1980 Kunst an der Rijksakademie voor Beeldende Kunsten in Amsterdam mit den Schwerpunkten Bildhauerei und Malerei. Übrigens konnte sie durch ihre Arbeiten schon als Zwanzigjährige auf eigenen Beinen stehen, was ihr immer sehr wichtig war und ist. Auf dem Höhepunkt ihres Ansehens und ihres kommerziellen Erfolgs packte sie zu Beginn der 1990er Jahre die Koffer und bestieg ein Flugzeug nach Sint Maarten, einer niederländischen Antillen-Insel. Dort kannte sie niemanden, dort hatte sie nichts, dort musste sie ganz von Neuem beginnen. "Aber ich wusste: Wenn ich in Amsterdam bleibe, werde ich nicht blühen." Für fast 15 Jahre lebte und arbeitete sie in der Karibik. Danach ging es zurück nach Amsterdam. Und dann kam die weltweite Finanzkrise von 2008 - der Kunstmarkt stürzte ab.

Doch diese Entwicklung bot ihr die Möglichkeit, völlig neue Dinge anzugehen. Sie zog 2010 für einige Zeit nach China (wohin sie bis heute regelmäßig für längere Aufenthalte reist). Dort lernte Saskia Pfaeltzer, Porzellan zu bearbeiten. Darum haben ihre jüngsten Werke oft Porzellan als Basis. Häufig bemalt sie die Arbeiten in Delfter Blau. Und sie begann zu zeichnen und Bücher zu illustrieren. Die Künstlerin besitzt zwei Ateliers - eines in Amsterdam. Und eines in Mol (Provinz Antwerpen), wo sie Werke aus belgischem Hartgestein herstellt. Für alle Ausdrucksformen und ihre Themenwelt gilt: "Ich will das Leben verzieren."

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