Irmtraut HELTEN


Irmtraut Helten oder die
eindrucksvolle Malerei des Moments
Irmtraut Helten hat gleichsam den Augenblick zur Kunst erhoben. Viele ihrer figurativen Bilder wirken wie Momentaufnahmen - künstlerisch konservierte und arrangierte Beobachtungen in expressiven, energie-geladenen Farben.
Dementsprechend findet die Malerin ihre Inspiration in der achtsamen Erkundung des alltäglichen Lebens: in Begegnungen von Menschen, urbanen Atmosphären und auch in der Natur. So entstehen Bilder mit Titeln wie "Das Paar", "Später Besuch", "Pariserin" oder "Stadtlandschaften". Seit bereits nahezu zwei Jahrzehnten wird die Künstlerin von der Galerie Heidefeld & Partner vertreten.

Motive mit narrativen Elementen

Ein zentrales Thema im Schaffen von Irmtraud Helten ist der Mensch - wobei die Personen eher als ausdrucksstarke, aber anonyme Gestalten auftreten, hingegen kaum als konkret identifizierbare Individuen oder Gesichter. Für die Betrachter eröffnet sich hier ein fruchtbarer Interpretations-Horizont: Irmtraut Heltens Bilder skizzieren, erzählen kleine Geschichten in Momentaufnahmen - Geschichten, die von der individuellen Imagination des Betrachters interpretiert und fortgeschrieben werden. "Wir sollen uns von der jeweiligen Stimmung einfangen lassen, der angedeuteten Handlung Leben verleihen, ja Teil davon werden", schreibt die Kunsthistorikerin Dr. Petra Lamers über die narrativen Herausforderungen, die von diesen Bildern ausgehen.

Die Grenzgängerin

Irmtraut Helten ist eine künstlerische Grenzgängerin, nicht nur, weil ihre Arbeiten schon geografische Grenzen überschritten haben. So erlebte die Malerin auch Auslands-Ausstellungen beispielsweise in Paris und China. Grenzgängerin ist sie vor allem in ihren Bildern: Es sind die Grenzen von Raum und Zeit, Form und Figur, Bewegung und Stimmung. Auffallend ist die Gestaltung ihrer Gestalten: Es sind deutlich überlängte, beinahe schon manieristisch wirkende, eindrucksstarke Figuren. Diese Menschen treten in den Bildern alleine auf oder zu zweit oder in Gruppen. Es sind oft Erscheinungen von spielerischer Eleganz. Die Künstlerin selbst beschreibt ihre Malerei als "Material gewordene Gedanken, Ideen, Eindrücke ..." Spontanität ist ein substanzielles Element und ein wichtiger Antrieb ihres Schaffens.

Figurativ und abstrakt

Fast ihr gesamtes ?uvre wird von zwei Ausdruckswegen bestimmt: Den figurativen Darstellungen einerseits - Irmtraut Helten spricht gern von Menschenbildern - und den abstrakten Arbeiten andererseits. In den abstrakten Bildern erkundet und orchestriert die Malerin virtuos die Wechselwirkungen, die spannenden Beeinflussungen von Form und Farbe, von der Oberfläche und der Tiefe des Raumes.

Auch beim Material ihrer Malerei ist Irmtraut Helten gewissermaßen eine Grenzgängerin. Meist bevorzugt sie ihre selbst-kreierten Farben, die sie speziell für das jeweilige Sujet herstellt: Es sind Pigmente in Instant-Mischungen mit eigenen Emulsionen. Ei-Pigmente spielen hierbei eine wichtige Rolle. Dr. Petra Lamers: "Der Gestus des Malaktes und die Spuren des immer wieder eingreifenden Spachtels, selten des Pinsels, bestimmen die sinnliche Erfahrung des Auges." Öl und Acryl stehen in Irmtraut Heltens Werk in der zweiten Reihe.

Vita

Irmtraut Helten, 1947 in Wilhelmshaven geboren, lebt und arbeitet im Rheinland. Die Stationen ihrer künstlerischen Biografie: Abgeschlossenes Kunststudium an der IBBK Bochum; figurative Malerei der Mensch; Dozent: Helmut Jöcken; weiteres Studium bei Prof. Bruno Konrad in Dresden und bei Prof. Chong G. Yang in der Volksrepublik China. Mitglied der Meisterklasse bei Prof. Qi Yang (Schwerpunkt: Abstrakte Malerei). Über Jahrzehnte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Werke von Irmtraut Helten sind in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.










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